Tauch- und Höhenmedizin

Tauchtauglichkeit

Seit vielen Jahren führen wir Tauchtauglichkeitsuntersuchungen gemäß GTÜM-Empfehlungen durch. Unsere aktuelle Zulassung ist bis 2028 gültig. Die Untersuchung beinhaltet Anamnese, körperliche Untersuchung, Otoskopie, Lungenfunktionsprüfung und Ruhe-EKG. Altersabhängig oder bei Bedarf werden weitere Tests durchgeführt. Nach der Untersuchung erhalten Sie ein ärztliches Zeugnis über die Tauglichkeit zum Sporttauchen. Abrechnung erfolgt nach GOÄ.

Schwarze und rote Anemonenfische sind auf dieser Unterwasseraufnahme vor einem farbenfroh bewachsenden Riff zu erkennen.

Tauchmedizinische Untersuchung

  • Ausführliche Anamnese, d.h. Krankengesichte ( Beschwerden und Erkrankungen in der Vergangenheit unter Berücksichtigung des Tauchens)
  • Ausführliche körperliche Untersuchung (Allgemeinzustand, Haut, Augen, Nase, Ohren, Bewegungsapparat usw.)
  • Spezielle Untersuchungen, z.B. der Trommelfelle (Otoskopie), Lungenfunktionsdiagnostik, EKG bzw. Belastungs-EKG

Sehr selten muss aus ärztlicher Sicht komplett vom Tauchsport abgeraten werden.

Tauchtauglichkeit von Kindern und Jugendlichen

Die Untersuchungen erfolgen in Anlehnung an die Empfehlungen der GTÜM bzw. der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin e.V., Arbeitsgruppe Kindertauchen. Hierbei sollen eventuelle gesundheitliche Risiken erkannt werden.

Untersuchungsintervalle

Die GTÜM empfiehlt für die Tauchuntersuchung folgende Intervalle:

  • Alle drei Jahre im Alter zwischen 18 und 39 Jahre
  • Jährlich bis zum 18. Lebensjahr
  • Alle 12 Monate ab dem 40. Lebensjahr
  • abweichende Intervalle in Absprache mit dem Untersucher

Höhenmedizin

Höhenmedizinische Beratung

Ob Trekking-Abenteuer in den Anden, Kulturreise zu den Inkastätten oder eine Geschäftsreise in hochgelegene Metropolen wie La Paz, Cusco und dem Titicacasee in Südamerika bzw. dem Kilimandscharo – die Höhe stellt besondere Anforderungen an Ihren Körper. Damit Sie Ihre Reise gesund genießen und sicher zurückkehren, ist eine spezialisierte höhenmedizinische Beratung unerlässlich.

Warum eine spezielle Beratung?
Höhenmedizin ist mehr als klassische Reisemedizin. Ab einer gewissen Höhe nimmt der Sauerstoffdruck ab, was den Organismus belastet. Dies betrifft nicht nur Extremsportler, sondern jeden Reisenden. Als zertifizierter Experte unterstütze ich Sie dabei, Risiken wie die Höhenkrankheit zu minimieren und Ihren Gesundheitszustand optimal auf Ihr Reiseziel abzustimmen.

Tauch- und Höhenmedizin<br />
Eine Gruppe von Wanderern wandert unter klarem blauen Himmel einen schroffen Bergpfad hinauf, in Richtung schneebedeckter Gipfel. Die Bergsteiger sind mit Rucksäcken und Trekkingstöcken ausgestattet und bewegen sich durch eine atemberaubende

Die Höhenstufen im Überblick
Wussten Sie, dass der Körper bereits ab 1.500 Metern reagiert? Je nach Zielgebiet gelten unterschiedliche Anforderungen an die Vorbereitung:

      • Mittlere Höhe (1.500m – 3.500m): Gesunde Menschen passen sich meist schnell an, dennoch droht bei zu schnellem Aufstieg die akute Höhenkrankheit (AMS).
      • Große Höhe (3.500m – 5.300m): Eine gezielte Akklimatisation ist hier zwingend erforderlich – auch für fitte Sportler. Es besteht das Risiko lebensbedrohlicher Erkrankungen (Lungen- oder Hirnödem).
      • Extreme Höhe (> 5.300m): Eine vollständige Anpassung ist hier nicht mehr möglich; eine professionelle medizinische Vorbereitung ist lebensnotwendig.

Unser Leistungsangebot für Sie:
Eine fundierte Beratung braucht Zeit und Expertise. Um Sie optimal vorzubereiten, bieten wir in unserer Praxis:

Individuelle Risikoanalyse: Abgleich Ihres Gesundheitszustands mit dem Profil Ihrer Reise.
Gezielte Diagnostik: Untersuchung von Herz und Lunge, um Belastungsgrenzen zu bestimmen.
Präventionsstrategien: Beratung zur richtigen Akklimatisation und zum Verhalten im Notfall.
Medikamentöse Beratung: Vorsorge und Notfallapotheke für die Höhe.

Planen Sie rechtzeitig! Für eine umfassende Diagnostik und Vorbereitung empfehlen wir, den Termin bereits einige Wochen vor Reiseantritt zu vereinbaren.

Südamerika (Anden-Region)

  • Machu Picchu (Peru): Mit ca. 2.430 m liegt die Inkastätte zwar niedriger als Cusco, ist aber oft Teil einer Rundreise, die über deutlich höhere Pässe führt.
  • Arequipa & Colca Canyon (Peru): Der Canyon ist einer der tiefsten der Welt; Aussichtspunkte liegen oft über 4.000 m.
  • Quito (Ecuador): Die Hauptstadt liegt auf ca. 2.850 m und ist ein häufiges Ziel für Geschäftsreisende und Touristen.
  • Bogotá (Kolumbien): Mit ca. 2.640 m eine weitere Metropole, in der die dünnere Luft spürbar ist

Asien (Himalaya & Zentralasien)

  • Lhasa (Tibet): Die Stadt liegt auf ca. 3.650 m und ist ein klassisches Beispiel für notwendige Akklimatisation.
  • Leh (Indien/Ladakh): Ein beliebtes Ziel für Trekking-Touristen auf etwa 3.500 m.
  • Basislager (Everest / Annapurna): Hier erreichen Reisende Höhen von über 5.000 m (Große bis Extreme Höhe).
See im chilenischen Altiplano mit Lamas.

Afrika

  • Kilimandscharo (Tansania): Mit 5.895 m ist der Aufstieg für viele Wanderer eine enorme körperliche Herausforderung, die ohne Vorbereitung lebensgefährlich sein kann.
  • Addis Abeba (Äthiopien): Eine der höchstgelegenen Hauptstädte der Welt auf ca. 2.355 m.

Nordamerika

  • Colorado (USA): Städte wie Denver (die „Mile High City“ auf 1.600 m) oder Skigebiete wie Aspen und Vail (bis über 3.000 m) sind Ziele für Geschäftsleute und Wintersportler.
  • Mexiko-Stadt: Die Megacity liegt auf ca. 2.240 m, was für Reisende mit Vorerkrankungen bereits relevant sein kann.

Externe Quellen: Tauch- und Höhenmedizin

Gesellschaft für<br />
Tauch- und Überdruckmedizin

Aufenthalt in großer Höhe und höhenbedingte Erkrankungen (Reisehinweise des Auswärtigen Amts)

Weitere Details finden Sie hier. 

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