Regelschmerzen
Schmerztherapie bei Dysmenorrhoe
Unser Ziel ist es, dass Sie sich nicht mehr „um Ihre Tage herum“ organisieren müssen. Eine erfolgreiche Behandlung bedeutet für uns, dass Sie Ihre Termine planen können, Sport treiben und Ihren Alltag genießen können – unabhängig vom Kalender.
- Primäre Dysmenorrhoe: Diese tritt meist kurz nach der ersten Regelblutung (Menarche) auf. Ursache ist oft eine Überproduktion von Prostaglandinen – Botenstoffen, die dazu führen, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Dieses Zusammenziehen drosselt kurzzeitig die Durchblutung, was den typischen krampfartigen Schmerz auslöst.
- Sekundäre Dysmenorrhoe: Hier liegen organische Ursachen zugrunde, die meist erst im späteren Lebensalter auftreten. Die häufigste Ursache ist die Endometriose, bei der sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Auch Myome (gutartige Geschwulste) oder Entzündungen können Auslöser sein.
Um Ihnen nachhaltig helfen zu können, steht am Anfang eine präzise Ursachenforschung. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Geschichte. In einer spezialisierten Schmerzanamnese besprechen wir nicht nur die Intensität, sondern auch die Qualität und den Rhythmus Ihrer Beschwerden.
In unserer Praxis setzen wir auf hochauflösenden Ultraschall (High-End-Sonographie). Mit dieser Technologie können wir kleinste Veränderungen an der Gebärmutterwand oder den Eierstöcken sichtbar machen, die bei Standarduntersuchungen oft unentdeckt bleiben. Dies ist besonders wichtig für den Ausschluss oder die Bestätigung einer Adenomyose (Endometriose in der Gebärmutterwand).
Schmerz ist ein komplexes Geschehen. Lange anhaltende Regelschmerzen können zu einer Sensibilisierung des Nervensystems führen – das sogenannte „Schmerzgedächtnis“ entsteht. Deshalb kombinieren wir in unserem interdisziplinären Konzept klassische Gynäkologie mit modernen Ansätzen der speziellen Schmerztherapie.
- Individuelle medikamentöse Strategien
Nicht jede Schmerztablette wirkt bei jeder Frau gleich. Wir entwickeln für Sie ein Schema, das exakt auf Ihren Zyklus abgestimmt ist. Dabei blicken wir auch auf hormonelle Therapieoptionen, falls diese für Ihre Lebensplanung und Ihren Körper sinnvoll sind.
- Berücksichtigung psychosomatischer Faktoren
Körper und Psyche sind untrennbar verbunden. Stress im Job oder im Privatleben kann die Schmerzwahrnehmung massiv verstärken. Wir betrachten Ihre Lebensumstände wertfrei und unterstützen Sie dabei, Stressoren zu identifizieren und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
- Physiotherapie und Osteopathie
Häufig führen chronische Regelschmerzen zu Verspannungen im gesamten Beckenboden und der unteren Wirbelsäule. Wir arbeiten eng mit spezialisierten Physiotherapeuten zusammen, um diese Blockaden zu lösen und die Durchblutung im Beckenraum zu fördern.
- Ernährungsmedizinische Beratung
Wussten Sie, dass bestimmte Nahrungsmittel Entzündungsprozesse im Körper fördern oder hemmen können? Eine gezielte Umstellung der Ernährung – etwa die Reduktion von Arachidonsäure und die Zufuhr von Magnesium und Omega-3-Fettsäuren oder Grünteeextrakt – kann die Prostaglandin-Produktion positiv beeinflussen.
- Zeit: Wir hören Ihnen zu und nehmen Ihre Schmerzen ernst.
- Expertise: Durch die doppelte Qualifikation in Gynäkologie und Schmerztherapie bieten wir Lösungen, die über den Tellerrand hinausblicken.
- Interdisziplinarität: Wir vernetzen Sie bei Bedarf mit Experten aus der Osteopathie, Psychologie oder spezialisierten OP-Zentren.

