Akute Beschwerden

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Akute Beschwerden (Notfälle): Frau mit akuten Unterbauchschmerzen an der Bettkante sitzend.

Akute Beschwerden (Notfälle) in der Gynäkologie

  • Harnwegsinfektionen
  • Genitale Infektion (Bakterien, Herpes, u.a.)
  • Pilzinfektion der Scheide
  • Unterbauchschmerzen
  • Fieber
  • Blutungen
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Verhütungspannen

Akute Beschwerden (Notfälle) im Allgemeinen

Was kann ich bei akuten Beschwerden bei einem Harnwegsinfekt tun?

Typische Anzeichen eines Harnwegsinfekts sind Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, obwohl nur kleine Urinmengen abgegeben werden, Unterbauchschmerzen sowie trüber oder auffällig riechender Urin. Manche Patientinnen berichten zusätzlich über ein allgemeines Krankheitsgefühl oder leichte Temperaturerhöhung.
Bei ersten Beschwerden ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um die Harnwege zu spülen. Vereinbaren Sie zeitnah einen ärztlichen Termin, damit durch eine Urinuntersuchung geklärt werden kann, ob eine bakterielle Infektion vorliegt und ob eine gezielte Behandlung notwendig ist. Eine frühzeitige Therapie kann die Beschwerden rasch lindern und verhindert, dass sich die Infektion auf die Nieren ausbreitet.
Bitte suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn zusätzlich Fieber, Schüttelfrost, Flanken‑ oder Rückenschmerzen, Blut im Urin oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes auftreten. Diese Symptome können auf einen komplizierteren Verlauf hinweisen und erfordern eine rasche Abklärung.
Besonders in der Schwangerschaft, bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten oder bei bekannten Vorerkrankungen sollte ein Harnwegsinfekt frühzeitig untersucht und behandelt werden.

Was sind Anzeichen einer genitalen Infektion (z. B. Bakterien, Herpes)?

Genitale Infektionen können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Häufige Symptome sind ein veränderter Ausfluss (z. B. vermehrt, verfärbt oder unangenehm riechend), Juckreiz, Brennen, Schmerzen oder ein Wund‑ und Druckgefühl im Intimbereich. Auch Rötungen, Schwellungen, Bläschen oder kleine Läsionen der Haut und Schleimhaut können auftreten. Manche Patientinnen berichten zusätzlich über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen.
Die Ursachen genitaler Infektionen sind sehr vielfältig und reichen von bakteriellen Infektionen, Pilzinfektionen und viralen Erkrankungen (z. B. Herpes) bis hin zu Störungen des natürlichen Scheidenmilieus. Da sich die Beschwerden häufig ähneln, ist eine Selbstdiagnose nicht zuverlässig möglich.
Eine gynäkologische Untersuchung ist daher wichtig, um die genaue Ursache festzustellen und eine zielgerichtete Behandlung einzuleiten. Eine frühzeitige Therapie hilft, die Beschwerden rasch zu lindern, Komplikationen zu vermeiden und eine mögliche Ansteckung von Sexualpartnern zu reduzieren.
Bitte suchen Sie zeitnah ärztlichen Rat, wenn die Symptome anhalten, zunehmen oder immer wieder auftreten, sowie bei Schmerzen, Fieber, Blutungen oder während einer Schwangerschaft.

Woran erkenne ich eine Pilzinfektion der Scheide?

Eine Scheidenpilzinfektion äußert sich häufig durch starken Juckreiz, Rötung, Brennen sowie einen weißlich‑krümeligen Ausfluss. Auch Schmerzen beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr können auftreten. Eine sichere Diagnose sollte ärztlich gestellt werden, da nicht jede Infektion pilzbedingt ist.

Wann sind Unterbauchschmerzen abklärungsbedürftig?

Unterbauchschmerzen können harmlose Ursachen haben, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Zyklus oder Eisprung. Sie können jedoch auch auf Infektionen, Zysten, Entzündungen oder – in der Schwangerschaft – auf Komplikationen hinweisen. Anhaltende, starke oder einseitige Schmerzen sollten immer gynäkologisch abgeklärt werden.

Wann ist Fieber ein Warnzeichen?

Fieber in Kombination mit Unterbauchschmerzen, Ausfluss oder allgemeinen Krankheitssymptomen kann auf eine Infektion hinweisen, die behandlungsbedürftig ist. Besonders nach gynäkologischen Eingriffen, in der Schwangerschaft oder im Wochenbett sollte Fieber zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

Welche Blutungen sind normal – und welche nicht?

Zwischen‑ oder Schmierblutungen können verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel hormonelle Schwankungen. Starke, ungewöhnlich lange oder schmerzhafte Blutungen sowie Blutungen nach den Wechseljahren oder in der Schwangerschaft sollten immer zeitnah untersucht werden.

Welche Schwangerschaftskomplikationen erfordern sofortige Abklärung?

Starke Unterbauchschmerzen, Blutungen, plötzliches Fieber, starke Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder deutlich verminderte Kindsbewegungen sind Warnzeichen. In solchen Fällen sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden – insbesondere im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel.

Was soll ich bei Verhütungspannen tun?

Zu Verhütungspannen zählen unter anderem ein gerissenes oder abgerutschtes Kondom, eine vergessene oder falsch eingenommene Antibabypille, verspätete Einnahmen über den empfohlenen Zeitraum hinaus oder Probleme mit anderen Verhütungsmethoden wie Pflaster, Ring oder Spirale. Solche Situationen können verunsichern, sind jedoch nicht ungewöhnlich.
Je nach Zeitpunkt im Zyklus und Art der Verhütungspanne kann eine Notfallverhütung (z. B. die sogenannte „Pille danach“) sinnvoll sein, um das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu reduzieren. Diese wirkt umso zuverlässiger, je früher sie eingenommen wird, weshalb schnelles Handeln wichtig ist.
Es empfiehlt sich, möglichst zeitnah ärztlichen Rat einzuholen, um die persönliche Situation zu besprechen und gemeinsam die passende Maßnahme auszuwählen. Dabei werden unter anderem Zyklusphase, Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs sowie die bisher angewendete Verhütungsmethode berücksichtigt. Auch Fragen zur weiteren Verhütung und zum Zyklusverlauf können in diesem Zusammenhang geklärt werden.
Zögern Sie nicht, sich zu melden – eine frühzeitige Beratung schafft Sicherheit und hilft, unnötige Sorgen zu vermeiden. Weitere Informationen finden Sie hier: www.spiraledanach.de und Hormonfreie Verhütung – sicher & unbeschwert! Kupferkette GyneFIX®.

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