Vorsorgeuntersuchung
Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt ist essenziell für die Gesundheitsvorsorge von Frauen.
In der Hektik des Alltags vergessen wir oft das Wichtigste: uns selbst. Dabei ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung der entscheidende Schlüssel, um langfristig gesund und unbeschwert zu bleiben. In unserer Frauenarztpraxis bieten wir Ihnen einen geschützten Raum, in dem Ihre Gesundheit, Ihre Fragen und Ihre individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Wir laden Sie ein, die jährliche Kontrolle nicht als Pflichttermin, sondern als wertvolle Investition in Ihr Leben zu betrachten.
Der sogenannte Annual Checkup – der jährliche Routinebesuch in der Gynäkologie – ist weit mehr als eine bloße Bestandsaufnahme. Er ist die Basis für eine vertrauensvolle Ärztin-Patientin-Beziehung. In diesem Rahmen nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch über Ihr allgemeines Befinden, Ihren Zyklus, Verhütungsfragen oder Beschwerden in den Wechseljahren.
Unser Ziel ist es, Veränderungen im Körper zu erkennen, bevor sie zu Problemen werden. Jede Lebensphase bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich, und wir passen die Untersuchung individuell an Ihr Alter und Ihre persönliche Vorgeschichte an.
Ein zentraler Bestandteil der jährlichen Termine ist die Krebsvorsorge. Dank moderner Diagnostik können Krebserkrankungen oder deren Vorstufen heute in einem Stadium entdeckt werden, in dem sie oft sehr gut behandelbar oder sogar heilbar sind.
In der gynäkologischen Vorsorge liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Hierbei führen wir den bewährten Pap-Test (Papanicolaou-Abstrich) durch. Bei diesem einfachen und schmerzlosen Verfahren werden Zellen vom Muttermund entnommen und im Labor mikroskopisch untersucht. Auffällige Ergebnisse bedeuten nicht sofort eine schwere Erkrankung, sondern geben uns die Möglichkeit, engmaschiger zu kontrollieren und rechtzeitig zu handeln.
Im Zusammenhang mit der Vorsorge spielt das Humane Papillomvirus, kurz HPV, eine entscheidende Rolle. Fast jeder sexuell aktive Mensch kommt im Laufe seines Lebens mit diesen Viren in Kontakt. Während das Immunsystem die meisten Infektionen selbst bekämpft, können bestimmte „High-Risk“-Typen bei einer langanhaltenden Infektion Zellveränderungen am Gebärmutterhals verursachen.
Wir integrieren die Testung auf HPV gemäß den aktuellen Leitlinien in Ihr Vorsorgeprogramm. Sollte ein Test positiv ausfallen, begleiten wir Sie mit fachlicher Expertise und Empathie, klären Sie über die nächsten Schritte auf und nehmen Ihnen die Sorge. Wissen und Aufklärung sind hier die besten Mittel gegen die Angst.
Prävention und Nachsorge
Die jährliche Vorsorgeuntersuchung dient unter anderem der Früherkennung verschiedener Tumorarten und Infektionen. Sofern Sie hormonelle Verhütungsmittel anwenden, sollte diese Vorsorgeuntersuchung alle 6 Monate erfolgen. Neben dem klassischen zytologischen Abstrich sind sensitivere Verfahren verfügbar, inklusive der Testung auf HPV (humane Papilloma-Viren, HPV). Hier beraten wir Sie gerne.
Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung der Frau. Auch wenn Männer deutlich seltener betroffen sind, kann Brustkrebs grundsätzlich in jedem Lebensalter und bei jedem Geschlecht auftreten. Umso wichtiger ist ein bewusster und informierter Umgang mit der eigenen Brustgesundheit.
In vielen Fällen werden Veränderungen der Brust zunächst von der Frau oder dem Mann selbst entdeckt. Dazu zählen unter anderem tastbare Knoten oder Verhärtungen, Veränderungen der Brustform oder -größe, Einziehungen der Haut oder der Brustwarze, Rötungen, Schwellungen, neu auftretende Schmerzen oder Absonderungen aus der Brustwarze. Nicht jede Veränderung ist bösartig – dennoch sollte jede Auffälligkeit zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Die regelmäßige Brustselbstuntersuchung stellt daher einen wichtigen Baustein der Früherkennung dar. Sie hilft, ein gutes Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Gerne zeigen wir Ihnen in unserer Praxis, wie Sie Ihre Brust richtig selbst untersuchen und worauf Sie dabei achten sollten.
Neben der Selbstuntersuchung spielen die ärztliche Tastuntersuchung sowie – je nach Alter, Risikoprofil und individueller Situation – bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Mammographie eine wichtige Rolle in der Brustkrebsvorsorge. Wir beraten Sie dazu individuell und orientieren uns an den aktuellen medizinischen Empfehlungen.
Diagnose und Behandlung eines Tumors stellen einen erheblichen Einschnitt in das Leben dar. Wenn die akute Phase überwunden ist, im besten Fall der Tumor als geheilt betrachtet werden kann, ist „die Geschichte“ weiterhin nicht abgeschlossen.
Nach einer Krebserkrankung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen indiziert. Wir bieten Ihnen an, diese individuell und an Ihre persönliche Lebenssituation angepasst, durchzuführen. Je nach Tumorerkrankung sind ergänzende apparative Untersuchungen, z.B. Mammographie, notwendig.
Klagen Patienten nach Operation oder Chemotherapie über persistierende Müdigkeit und Schwäche oder andere körperliche Symptome werden wir Ihnen im individuellen Gespräch optimierte Therapieangebote unterbreiten. Wir bieten auch komplimentäre Unterstützung, z.B. mit Vitamininfusionen und Mineralstofftherapien unter an.
Intimbeschwerden - Juckreiz und Brennen
Die Diagnose Condylome (Condylomata acuminata, besser bekannt als Feigwarzen) Cst bei vielen Betroffenen zunächst Verunsicherung oder Scham aus. Doch wir möchten Sie beruhigen: Feigwarzen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit. Sie werden durch bestimmte Typen des Humanen Papillomvirus (HPV) verursacht und sind in den allermeisten Fällen harmlos, wenn auch oft störend.
Woran erkennt man Feigwarzen?
Die Warzen zeigen sich meist als kleine, rötliche oder graubraune Knötchen im Genital- oder Analbereich. Sie können einzeln stehen oder in Gruppen auftreten und eine blumenkohlartige Struktur annehmen. Da sie oft schmerzfrei sind, werden sie häufig erst spät bemerkt.
Behandlung und Vorsorge
In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine diskrete und effektive Behandlung an. Je nach Befund stehen verschiedene Therapien zur Verfügung – von der Anwendung spezieller Cremes oder Lösungen durch Sie selbst bis hin zur operativen Entfernung oder Kryotherapie (Vereisung) bei uns in der Praxis. Wichtig ist: Die Therapie erfordert oft etwas Geduld, da das Virus im Gewebe verbleiben kann. Wir beraten Sie zudem umfassend zum Thema Impfung, die einen wirksamen Schutz gegen die häufigsten Auslöser bietet, und besprechen notwendige Maßnahmen für Ihren Partner.
Chronische Intimbeschwerden, anhaltender Juckreiz, Brennen oder ein Spannungsgefühl im Intimbereich werden häufig fälschlicherweise als Pilzinfektion gedeutet. Doch hinter diesen Symptomen kann stecken, was medizinisch als Lichen Sclerosus bezeichnet wird – eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die vor allem den Genitalbereich betrifft.
Da die Erkrankung schubweise verläuft, bleibt sie oft lange unentdeckt. Ohne die richtige Behandlung kann es jedoch zu einer Gewebeverhärtung, Vernarbungen und einem Elastizitätsverlust der Haut kommen, was oft Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder im Alltag verursacht. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, man geht jedoch von einem autoimmunen Prozess aus.
Früherkennung ist entscheidend
In unserer Praxis legen wir großen Wert auf eine sensible und präzise Diagnose. Durch eine gezielte körperliche Untersuchung können wir typische Hautveränderungen (wie porzellanfarbene Flecken) identifizieren. Auch wenn Lichen Sclerosus aktuell nicht heilbar ist, lässt er sich mit einer konsequenten Therapie – meist in Form von hochwirksamen Cortisonsalben und einer speziellen Rückfettung – hervorragend kontrollieren.
Unser Ziel ist es, Ihre Lebensqualität zu erhalten und Folgeschäden zu vermeiden. Wenn Sie unter chronischem Juckreiz oder Hautveränderungen leiden, sprechen Sie uns vertrauensvoll an. Wir begleiten Sie mit fachlicher Expertise und Empathie durch die Behandlung.
Neben der langfristigen Vorsorge widmen wir uns mit gleicher Aufmerksamkeit Ihren akuten Anliegen, die das tägliche Wohlbefinden beeinträchtigen können. Der weibliche Intimbereich ist ein sensibles Ökosystem, das auf äußere und innere Einflüsse reagieren kann. Gerät das natürliche Gleichgewicht der Milchsäurebakterien einmal aus der Balance, führt dies häufig zu unangenehmen Beschwerden oder einer Scheideninfektion.
In vielen Fällen steckt eine bakterielle Vaginose dahinter. Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Infektion von außen, sondern um eine vorübergehende Fehlbesiedlung der natürlichen Scheidenflora. Auch wenn Symptome wie veränderter Ausfluss oder Juckreiz für viele Frauen schambesetzt sind, möchten wir Sie beruhigen: Solche Veränderungen sind medizinischer Alltag und lassen sich meist sehr unkompliziert behandeln.
Um Ihnen schnell und gezielt zu helfen, führen wir direkt vor Ort eine mikroskopische Untersuchung durch. Sobald die Diagnose feststeht, leiten wir die passende Therapie ein – beispielsweise in Form von Zäpfchen oder Cremes. So können wir das natürliche Gleichgewicht Ihrer Flora wiederherstellen und Ihnen zeitnah spürbare Erleichterung verschaffen.






